General Marshall und die Zyniker unter uns

Barry Eichengreen drängt auf Project Syndicate die EU zu einem Marshall-Plan für Griechenland. Während auf Euro-Ebene über freiwillige Schuldenschnitte fabuliert wird, wäre ein Aufbauprogramm in der Tat die dringendste Aufgabe, die sich derzeit stellt. Ein Schuldenschnitt bedeutet dagegen immer eine Vernichtung von Ressourcen. Er wäre aktuell absolut sinnlos. Barry Eichengreen drängt auf Project Syndicate die EU zu einem Marshall-Plan für Griechenland. Während auf Euro-Ebene über freiwillige Schuldenschnitte fabuliert wird, wäre ein Aufbauprogramm in der Tat die dringendste Aufgabe,…

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Eine KfW für Griechenland

Es braucht nur einen kleinen Gedankensprung bei allen Beteiligten: Statt neuer griechischer Anleihen sollten die Gläubiger Athens Anteile einer Investitionsbank zeichnen. Es wäre eine wahrhafte Beteiligung der Banken und Versicherungen an der Rettung Griechenlands, die sich Berlin so dringend wünscht. Sie würde kein Ratingevent auslösen und die Gefahr eines Schuldenschnitts würde sinken. Hier mein Kommentar aus der heutigen Printausgabe. (Kursiv dazu ein paar ergänzende Anmerkungen.) Es braucht nur einen kleinen Gedankensprung bei allen Beteiligten: Statt neuer griechischer Anleihen sollten die Gläubiger Athens Anteile einer Investitionsbank zeichnen. Es wäre eine wahrhafte Beteiligung der Banken und Versicherungen…

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Eine wahre Bankbeteiligung an der Griechen-Rettung

Zinsen auf „AAA“-Niveau um die 4% und keine Zinsen solange die griechische Wirtschaft schrumpft. „Nur unter diesem Bedingungen könnte man davon sprechen, dass sich die Banken an der Rettung Griechenlands beteiligen und nicht mit ihren Forderungen das Land der Insolvenz näher bringen“, sagt Daniel Gros, Direktor des Centre for European Policy Studies (CEPS), des einflussreichen Brüsseler Think Tanks. Zinsen auf „AAA“-Niveau um die 4% und keine Zinsen solange die griechische Wirtschaft schrumpft. „Nur unter diesem Bedingungen könnte man davon sprechen, dass sich die Banken an der Rettung Griechenlands…

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Was die Banken an der Griechenrettung verdienen?

Für alte Papiere, die heute bei 75% notieren, bekommen die Banken und Versicherungen nach dem franz. Vorschlag der Gläubigerbeteiligung neue Staatsanleihen Griechenlands. Nach dem geplanten Umtausch werden die alten Anleihen für die Investoren somit aber einen Gegenwartswert von gut 120 bis 150% haben. Ein feines Geschäft für die Geldhäuser. Selbst wenn wir einen Schuldenschnitt etwa im Jahr 2014 erwarten, kann die Finanzwirtschaft ihre möglichen Verluste reduzieren. (siehe auch: S&P zerpflückt Pariser Rettungsplan zu Recht und Ein Hoch auf Standard & Poor’s) Für alte Papiere, die heute bei 75% notieren, bekommen die Banken und Versicherungen nach dem franz. Vorschlag der Gläubigerbeteiligung neue Staatsanleihen Griechenlands. Nach dem geplanten Umtausch werden die alten Anleihen…

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Was die Banken an der Griechenrettung verdienen?

Für alte Papiere, die heute bei 75% notieren, bekommen die Banken und Versicherungen nach dem franz. Vorschlag der Gläubigerbeteiligung neue Staatsanleihen Griechenlands. Nach dem geplanten Umtausch werden die alten Anleihen für die Investoren somit aber einen Gegenwartswert von gut 120 bis 150% haben. Ein feines Geschäft für die Geldhäuser. Selbst wenn wir einen Schuldenschnitt etwa im Jahr 2014 erwarten, kann die Finanzwirtschaft ihre möglichen Verluste reduzieren. (siehe auch: S&P zerpflückt Pariser Rettungsplan zu Recht und Ein Hoch auf Standard & Poor’s) Die FAS hat einen schönen Artikel, der noch mal erklärt, wie die Banken um ihre Beteiligung am zweiten Rettungspaket für Griechenland davon kommen (h/t egghat). Darin zitiert die Autorin eine Studie der Deutschen Bank: „Würden die Banken sie (die bis 2014 auslaufenden Anleihen) jetzt verkaufen, würden sie nur etwa 74,7 Prozent des Ursprungswerts erhalten, rechnen die Analysten vor. Der Transfer des Geldes in das französische Modell macht das besser….

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Nachschlag: Verschwörungstheorien von Hans-Werner Sinn?

Die Debatte um die richtige Summe des Finanzierungsbedarfs Spaniens, Irlands und Portugals sowie die Höhe des Rettungsschirms (siehe auch Herdentrieb: [1],[2],[3]) hat sogar noch eine komische Komponente. Die ernsthafte ist die, dass 189 oder 190 Ökonomen offenbar wenig praktikables Verständnis davon haben, was man im Notfall zum Finanzierungsbedarf eines Landes zählen sollte. Und das Komische sind die Zweifel von Ifo-Chef Hans-Werner Sinn, die man leicht als Verschwörungstheorie deuten könnte. Die Debatte um die richtige Summe des Finanzierungsbedarfs Spaniens, Irlands und Portugals sowie die Höhe des Rettungsschirms (siehe auch Herdentrieb: [1],[2],[3]) hat sogar noch eine komische Komponente. Die ernsthafte ist…

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Können Deutschlands Ökonomen nicht einfach ehrlich sein, Herr Lucke?

Professor Lucke vom „Plenum der Ökonomen“ beschwert sich, dass seine Kritik am Euro-Rettungsschirm bei uns falsch widergegeben wurde. Wir würden den Volkswirten fehlerhafte Berechnungen vorwerfen, schreibt der Initiator des Aufrufs von 190 Wirtschaftsprofessoren aus der vergangenen Woche. Das tun wir aber gar nicht, wir sagen nur, Sie schauen auf die falschen Zahlen. Die Zahlen mit denen sie beweisen wollen, dass der Euro-Rettungsschirm in seinem jetzigen Volumen völlig ausreichend sei – in einem Stadium der Krise, deren Ausweitung nur gestoppt werden konnte, weil die Märkte auf eine Erweiterung des Rettungsschirms setzten durften. Professor Lucke vom „Plenum der Ökonomen“ beschwert sich, dass seine Kritik am Euro-Rettungsschirm bei uns falsch widergegeben wurde. Wir würden den Volkswirten fehlerhafte Berechnungen vorwerfen, schreibt der Initiator des Aufrufs…

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Deutschlands Top-Professoren blamieren sich

Auf großes Unverständnis und Verwunderung ist in Europa ein Aufruf von 190 deutschen Wirtschaftsprofessoren gestoßen. Darin sprechen sie sich gegen die Ausweitung des aktuellen Rettungsschirms für klamme Euro-Staaten sowie gegen einen permanenten Krisenmechanismus aus. Kurios: Ifo-Chef Hans-Werner Sinn unterschreibt einen Aufruf, der eigentlich seinen eigenen Berechnungen widerspricht. Auf großes Unverständnis und Verwunderung ist in Europa ein Aufruf von 190 deutschen Wirtschaftsprofessoren gestoßen. Darin sprechen sie sich gegen die Ausweitung des aktuellen Rettungsschirms für klamme Euro-Staaten sowie gegen…

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