wenn btrunken und kein bock…

April 4th, 2008

… gehts vorm schlafen schnell auf dieses blog:

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vor allem verleitet jetzt der dunkle hintergrund zum länger drauf starren (zumindestens nachts, wenn man undso, nee, nee, nee, wo soll nurso)

Blood on the Wall - Liferz

March 17th, 2008

Damals im West Germany kamen mir Blood on the Wall wie ein SonicYouthPixies-Clon - allerdings ein sehr guter, wenn nicht sogar perfekter - vor. Auf dem neuen Album, das bereits im Januar in den USA erschienen ist, lassen sich auf jeden Fall immer noch die Einflüsse erkennen. Doch das Großartige an “Liferz” ist, dass sie durchaus ihre Vorbilder übertrumpfen können. Geile Platte - nicht nur für Nostalgiker.

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Blood on the Wall - Hibernation [mp3]
Blood on the Wall - Lightning Song [mp3]
Blood on the Wall - Myspace

Ohoh, ich muss den alten Mann sehen

March 12th, 2008

Leonard Cohen hat seine erste Tour seit 15 Jahren angekündigt. Unter anderem kommt er auch nach Glastonbury und ein paar andere Städte in Europa, womit man glatt mal Sommerurlaub in Südeuropa machen könnte.

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[via]

[stream] Holler, Wild Rose! - Our Little Hymnal

March 11th, 2008

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Gerade über den Filter-Newsletter auf deren Undiscovered Band Of The Month aufmerksam geworden. Holler, Wild Rose! beschreiben ihre Einflüsse mit U2, Roni Size, Stereolab, Sunny Day Real Estate, Earth Wind and Fire, Low, and MBV. Was weiß ich, wo ich den Namen schon mal gehört oder gelesen haben, die Band hört sich auf jeden Fall gut an: Hier und hier!

Krude Träume

March 11th, 2008

Nein, das bekommt sich gar nicht. Bis 4 Uhr Deadwood schauen und anschließend noch Die Wohlgesinnten lesen. Dann tauchen im Traum dann irgendwann mal Nazis im WildWestCamp auf, die im Saloon kleinen Jungs hinterher schielen. Noch kruder werden die Träume, wenn dann kurz vor 8 die Kollegen (im realen Leben) anrufen, weil sie nicht wissen, dass ich noch Urlaub habe. Die lieben Kollegen treten dann später auch noch auf. Huch. Ach ja und die Wand lebt auch noch; die grässlichen Szenen des Buches sind so unplastisch, kurz und kalt beschrieben, dass man sie sehr schnell weiter blättern kann, dann wird es wieder historisch oder sprachwissenschaftlich. Seite 350.

Die Wohlgesinnten und Bomben auf Serbien

March 6th, 2008

Aha, das ist also das härteste Buch, das mir die Grauen des Krieges und Genozids an den Juden näher bringen soll. Nach gut 200 Seiten Lektüre kommt ein leiser Verdacht auf, dass die deutschen Betroffenheitsfanatiker hier einen prima Anlass gefunden haben, um mal wieder erschüttert zu zerfließen.

„Ich habe das Buch während des Lesens dreimal an die Wand geworfen“, sagte Daniel Cohn-Bendit vergangene Woche in einem Gespräch mit dem Autor. Das klingt verdammt nach den roten-grünen Kriegsschnitzeln, die den ehemaligen Pazifisten angeblich Magengeschwüre bereiteten, als sie die Bomben auf Serbien 1999 bejubelten.

Wie schrieb Cohn-Bendit vor vierzehn Jahren in der Taz: „Als erstes wird dann von der Nato Pale bombardiert. […] Die Bombardierung von Pale würde sicherlich schreckliche Folgen haben. Aber ich glaube nicht, daß die Verblendung in der serbischen Bevölkerung und in der serbischen Armee einer solchen Entschlossenheit standhalten würde“. Das sind Sätze, wie sie so auch bei Jonathan Littell stehen könnten, wenn sein Held, Dr. Max Aue, den Jugoslawienkrieg geplant hätte.

Nach 200 Seiten seht fest: Es ist kein neues „Krieg und Frieden“, schon gar kein neuer Pynchon. Von pornografischen Gymnasiastenfantasien (Frau Radisch in der Zeit) kaum eine Spur. Noch viel weniger stimmt, dass es „ein Horrorbuch, grauenhaft, kitschig, brutal, pervers und obszön“ sei (Volker Weidermann in der FAS: „ich hasste dieses Buch vom ersten Satz an“). Und auch Frau Schnutinger hat unrecht, wenn sie meint, das sei doch „pathetischer Männerkitsch und hat was von Landser für den Intellektuellen“.

Sorry, liebe Feuilletonisten kommt doch mal wieder runter. Habt Ihr noch nie ein nüchternes Geschichtsbuch (gar kein so schlechtes) in der Hand gehalten, das durch ein paar – allerdings nur wenig bildhafte - Szenen aufgelockert wird. Ob „Die Wohlgesinnten“ die Skandal-PR verdient haben? Ich glaube nein, aber ich habe ja auch noch 1200 Seiten vor mir.

Netvibes Ginger

March 5th, 2008

Jetzt gibt es auf Netvibes auch die Möglichkeit einen öffentlichen Universe einzurichten mit allen Seiten, die man so im Internet hat. Sehr toll. Das war bisher ohnehin schon mein Lieblingsfeedlesedings.

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Die Universe-Funktion klappt wohl derzeit noch nur mit Einladung - will jemand eine?

Einszueins für München

March 4th, 2008

Was mir bisher zu München einfiel, war: Es ist irgendwie wie Düsseldorf - natürlich nicht die Altstadt, die vielleicht mittwochs auf der Ratinger etwas an München erinnern mag. München war bisher mein Sinnbild für das verkackteste, zur Schau gestellte Patrizier-Bürgertum, das man in Berlin so verachtet, wenn man nicht um den Kollwitzplatz herum wohnt.

Deswegen traut sich ja niemand selbst im diesem Märchenviertel seinen ach so hart erarbeiteten Erfolg jedem schon aus 50 Meter Entfernung entgegen zu schleudern – außer vielleicht ihre vielen Kinder, die sie hier herumgetragen.

Das erste Mal in München waren zwei Tage in der Weihnachtszeit damals, als die New Economy noch boomte. Die Catering-Firma brauchte noch studentische Hilfskräfte aus Berlin für die Pro7-Weihnachtsfeier – ein gigantisches Fest. Keine Ahnung, ob die heute noch so viel Geld dafür übrig haben. Es war jedoch nicht die 24-Stunden-Schicht damals, die mich so über die Stadt abkotzen ließ.

Ein kurzer Ausflug in die Innenstadt am Vorabend reichte schon. Klar ist jede Stadt unerträglich (für einen Touristen), wenn die Leute ihr Geld in Weihnachtsgeschenke anlegen müssen. Das war auch in Hamburg nicht anders, wie ich vergangenen Dezember feststellte. Doch selbst wenn man diese Minuspunkte jeder Stadt zu Gute hält, blieb München irgendwie extrem abgehoben.

Nun, der Eindruck hat sich geändert. Nicht dramatisch, aber immerhin. Nach knapp anderthalb Jahren in westdeutschen Städten wie Düsseldorf und Köln, fangen die Münchner Leutchen in ihren edlen Stoffen sogar an, sympathisch zu wirken. Vielleicht liegt es ja am Klima oder den Leckereien auf dem Viktualienmarkt, dass sie hier auf den ersten Blick so entspannt daher spazieren.

Am Geld kann es eigentlich nicht liegen, das gibt es anderswo auch. Nur, dass sich den Düsseldorfer Geldherumträgern eine unheimliche Verbissenheit (und Arroganz) in die Gesichter gefressen hat. Vielleicht haben sie aber einfach nur die schlechteren Schönheitschirurgen im Rheinland.

Oberflächlich betrachtet, wenn man nur die Gesichter einer Stadt auf sich wirken lässt, spiegelt sich das Auftreten der Oberschicht im Auftreten der Unterschicht und umgekehrt. Es ist immer wieder erstaunlich, was für eine Abgestumpftheit einem in Düsseldorf entgegenschlägt, besonders wenn man aus Köln dort ankommt. Wo ist eigentlich die Düsseldorfer Mittelschicht geblieben, sowohl auf der Einkommens- als auch der Modernitätsskala?

München scheint dagegen vor Entspanntheit fast zu platzen: oben, unten, vorne oder hinten. Sicher kann so ein Wochenendausflug nur oberfläch bleiben. Aber die Stadt hat extrem in meinen Augen an Wert gewonnen – wenn wir allein die westdeutschen Großstädte betrachten. Und irgendwie haben die Bayern doch einen slawischen Einschlag. Nicht, dass es mich da schon irgendwie hinziehen würde. Es kommt jetzt aber schon kurz nach Köln und vor Hamburg, falls ich mal wegziehe.

Dann wird aber wiederum die Frage interessant, ob das Business heutzutage eigentlich nicht überall gleich funktionieren sollte, egal ob in London, Düsseldorf oder München? Wetten nicht? Über die Vorzüge Berlins brauchen wir hier nicht streiten. Wir haben hier sogar unser kleines München (will ich nie wieder wohnen, aber sollen sie doch…) und unser kleines Köln (nicht Neukölln) – für jeden etwas dabei. Hoffentlich bleibt mir das kleine Düsseldorf, falls es das hier gibt, für immer verborgen.

Neuer Volkssport: Rauchen auf Konzerten

February 24th, 2008

Wenn der Security-Bulle - es war tatsächlich ein Bulle - durch die Menge stampft, um beim Danzig The Mission-Konzert* die Raucher rauszufischen, dann macht es gleich noch mehr Spaß, sich eine anzuzünden. Alter Trick aus dem Krieg, halte die Zigarette in Deiner Handfläche! Hat der Opa erzählt… Dann sieht man die Glut nicht. Das hätten sich die Leute im Lido ruhig mal abgucken sollen, statt im Nebenraum zu verschwinden. British Sea Power ohne Zigarette - das ließ sich ja nicht wirklich aushalten. Immerhin haben sie noch keine Bewachertiere dort. Beim nächsten Mal wird das aber anders, wir können ja Berlin nicht den bösen Menschen überlassen.

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* im Columbiaklub

Schlechtes Omen: Prison Break

February 10th, 2008

Gestern beim Versuch, die erste Episode von Prison Break zu schauen, eingeschlafen. Bei Twin Peaks ist mir das damals auch schon passiert - bei der ersten Folge im Fernsehen, danach war die Serie für mich gestorben. Prison Break kriegt jetzt noch eine Chance, obwohl mich ein Wentworth ja nun nicht so an den Bildschirm fesselt. Aber ich glaube, die Krankenschwester war gar nicht so übel…

Holiday FunFan Club

February 5th, 2008

Die Euphorie des Wochenendes ist noch kaum zu fassen: Endlich eine Band, der man wieder hinterherfährt. Der Fanboy nimmt schon fast metrische Umfänge an. Fast, denn nach Berlin folgte Leipzig, und das ist ja nun nicht so weit weg und ganz schön billig*.

Dafür wächst der Fan Club, der eingelöstesten Versprechen seit es Yeah Yeah Yeahs gibt, rapide an. Die Musik zum Untergang gewissermaßen: Holiday Fun Club, but we have the music und wir grinsen dabei. Global und weltweit, versteht sich. Wir lassen unsere Ärsche heute lieber zugenäht. Wir leben nicht vor 25 Jahren, oder hat jemand die Kontrolle verloren?

Holiday Fun Club
Jaja, das nächste Mal nehme ich wieder eine echte Kamera mit…

Keinerettung läuft bei der autonomen/alternativen/punkigen Meute in der Hölle des Zoro ja ohnehin auf Dauerrotation. Denen hilft dann nur the other band, wie die Schweden sie nennen. Dafür sind Kommando Sonne-NMilch nicht gerade die Schlechtesten. Schön aussehen und lächeln, wenn wir untergehen, sieht dann doch ganz anders aus.

[Ausverkaufteseveninchreinziehenundfanboy/girlwerdenjetztschnell] und hier hingehen: Freiburg / KFC (6.2.); München / Registratur (7.2.); Braunschweig / Nexus (8.2.); Bremen / No-ok (9.2.)

* Eintritt 6€, Halbliter 1,50€, Sprit 10€ - Hallo!

“Ich steh auf Country…” - ein Tipp für Berlinheuteabend

February 1st, 2008

Dieses großartige Video gefunden auf der Myspace Seite von Holiday Fun Club, und die spielen heute im Roadrunners Paradise. Das dürfte ein großartiger Abend mit Country Musik werden, oder New Wave, oder Post Punk. Iss ja eh alles das selbe…

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[getippt von dem hier]

Psychocandy

January 25th, 2008

War ja klar, Phil hat mich nur mitgenommen, damit er nicht allein anderthalb Stunden schweigend bei der am trägemachensten Jazz-Musik der Welt warten musste. So lange starrten wir, kaum ein Wort wechselnd, auf die Bühne des Acud bis endlich Psychocandy darauf erschienen. Wenn eine Veranstaltungsreihe schon Sessioncafé heißt, muss man sich ja über nichts mehr wundern.

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Sprachlos war ich dann aber doch wegen dem, was da auf der Bühne passieren sollte. Wegen diesen Italienern aus Perugia. Zum Glück mussten wir ja nicht mehr aufstehen von unseren Barhockern, so wie die anderen 20 Leute im Café ja auch nicht. Wenn wir dazu körperlich überhaupt noch in der Lage gewesen wären. Geistig ja eigentlich schon, aber dann diese einlullende Jazz-Stimmung. Ach nee.

Italienische Zeitungen schrieben wohl irgendwas von (ich kann gar nicht deren Soprano-Sprache; die originale meine ich) „Auf den Spuren von…“ – irgend so einer Band aus irgendwo bei Manchester, die eh keiner kennt (oder besser: seit Kurzem: kennen sollte). Schaut doch selbst bei MySpace! Und hört!

Interessant war noch das menschliche Keyboard. Also nicht die Haltungen der Frau ganz links auf der Bühne. Sondern der Sound, den sie so von sich gab. Oder wie sie ihre Hände um das Mikro hielt. Nein, ich dachte gar nicht … Selbst der Sänger konnte irgendwie ja doch singen, obwohl er eigentlich heiser war. Zweieinhalb Stunden in einem Sessioncafé müssen gar nicht so schlecht sein. Und Schweigen ja sowieso nicht.

ps: Nachdem das Ende der sechskommazweiten Staffel (bei mir kam es ja erst in der ersten Januarwoche an) mich wieder zurück vor den Rechner fesselt, werde ich jetzt in jedem Beitrag hier versuchen, wenigstens einmal das Wort Sopranos auftauchen zu lassen. Naja, vielleicht.

Anonyme Alkoholiker fahren U-Bahn

January 20th, 2008

Früher soll es ja noch mehr davon gegeben haben in den guten alten Zeiten. Da waren die Redaktionsstuben noch gefüllt von Rauchschwaden. Da wurde geraucht und gesoffen…, wie man so hören und lesen kann. Heute klebt ja kaum noch einer Zeitungsausgabe in diesem Land der Hauch legaler Aufputschmittel an.

Sicher gibt es noch die eine oder andere Redaktion, wo die Kollegen sich wenigstens nach 18 Uhr eine anstecken dürfen, wenn die Ausgabe endlich fertig produziert wurde - der guten alten Zeiten wegen… Genau wie sich einige Redaktionen sogar noch stillschweigend ihre Alkoholiker leisten. Eigentlich eine feine Sache, wenn die Kollegen noch gut mit Standardaufgaben betraut sind.

Manche Kollegen werden die größte Zeit des Jahres sogar soweit geschont, dass sie nicht mehr in ihrer Redaktion erscheinen müssen. Die dürfen zu Hause bleiben – ganz ohne Rauchverbot und andere Einschränkungen. Und wenn dann mal der Text einen Tag ausbleibt, helfen ja noch die Schubladen auf dem Bürorechner.

Manchmal wird es sehr hart: Denn ein Mal im Jahr müssen selbst die sensibelsten Kollegen raus, richtig auf die Straße oder noch schlimmer unter der Straße: „Jetzt sind wir unter der Erde Berlins, die Wände sind mit Spray beschmiert, zwei Typen in Gangster-Rap-Klamotten tauchen auf. Meine Tante würde ohnmächtig werden.

Für die erlittenen Zumutungen (in Berlin darf ja nicht mal in der U-Bahn geraucht werden) reagiert der Verlag sehr großherzig. Sogar die eigenen (potenziellen) Leser darf der Herr Kolumnist beschimpfen: „Um uns herum die müden starren Gesichter, einsam, verloren. Untergrundfahrer-Gesichter, Unter-der-Erde-Fahrer. Niemand guckt jemanden an. Niemand interessiert sich für einen.

Keine Sorge, die Folgen für den Verlag dürften gering bleiben: Denn die Berliner U-Bahnfahrer lesen ohnehin die Westberliner Kalte-Kriegs-Postillen (zum Glück aus dem gleichen Haus) oder die Sozialistenblättchen vom Alexanderplatz. Wenn sie jeden morgen herabsteigen, wo „unter der Erde Berlins … ein anderes Leben“ herrscht.

Doch selbst bei einer Sache kann die große Springerfamilie dem Kolumnisten leider nicht weiter helfen: „Drei Betrunkene steigen zu, sie haben Bierflaschen in den Händen. Ich habe keinen Augenkontakt mit den Biertrinkern.“ Das ist dann wirklich richtig hart.

via Bildblog

Tage der Befreiung

December 21st, 2007

Guten Appetit !

Alle Jahre wieder. Ostberliner sind so gut, sie lassen Euch sogar die kritischen Anmerkungen über Euren Lieblingsbezirk, über den Ihr dann auch gleich im Chor gemeinsam abkotzen könnt. Eigentlich schon wieder gruselig dieser konsensuale Antikonsens.

Zum Glück verschweigen wir, dass uns schon lange kein Ekel mehr hoch kommt, so wie vor zehn Jahren, als wir anfingen über die westdeutschen Kleinstädter zu lästern, die plötzlich die Straßenbahnen auf der Prenzlauer Allee überfluteten. Wir sind ja jetze selber welche, ebend, Mahlzeit auch!

Gute Heimfahrt Anno 2006

St. Vincent - solo wäre mir ja lieber

December 4th, 2007

Ach, wenn doch nur alle Lieder Annie Clarks wie dieses klingen würden, oder so ähnlich jedenfalls, vielleicht noch mit etwas mehr Abwechslung, aber genau mit jener Rohheit, dann hätten gestern bestimmt mehr als die rund 40 Leute den Weg zum Lido gefunden. Glaub ich. Ohne Band, genau so wäre St. Vincent echt besser.

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[Myspace]
[Blog]

Dieses Jahr ist gerettet

November 20th, 2007

Asobi Seksu mit abgestimmtem Sound zu erleben, war schon fast wie Weihnachten. Nach dem Klangbrei im Vorprogramm der Editors im Frühjahr, war ja Schlimmstes zu befürchten gewesen. Doch nicht so am vergangenen Freitag im Roten Salon: Herrliche Krachkaskaden, die sogar die Stimme der Sängerin und nicht nur die noch hindurch ließen, machten mich sehr froh.

Und bei Diego statt Interpol am Tag darauf, eine erfreuliche gute deutsche Band entdeckt. Nichts wirklich Neues. Aber das erwartet man ja selbst von Interpol und den Editors nicht mehr. Dafür klingen sie doch recht frisch. Und wenn Diego nicht aus Karlsruhe kommen würden, hätte ich irgendwie gedacht, dass sie wohl in ihrer Jugend ein paar ostdeutsche Bands zu viel gehörten haben. Und immerhin wollen die Herren wenigstens nicht zu Joy Division tanzen, das werden ab Januar dann sowieso viel zu viele wollen.

The Brunettes danach fielen anfänglich mit hippieesken Anwallungen auf, sodass die Hälfte der begleitenden Menschen gleich nach zwei, drei Liedern vor die Tür des Schokoladens verschwand. Es gibt ja zwei Arten von Selbsthilfegruppen, die sich als Musikanten verkleiden: die guten und die nervigen. Und wenn ich mich zunächst an den Klamauk einer Band wie Architecture in Helsinki erinnert fühlte, schwand der Eindruck zum Glück recht schnell.

Doch auch der Vergleich mit einer dieser guten Gruppe von nördlich des großen Wasserfalls braucht hier nicht gezogen werden: Eher musste ich irgendwie an Velvet Underground denken - nur ohne Drogen und entsprechenden depressionesken Anwallungen. Aber das muss wohl an der Stimme von Jonathan Bree gelegen haben, die wie die von Lou Reed klingt, wenn er damals jeden Tag ins Solarium gegangen wäre. “Ohne Drogen” war sogar sehr wörtlich gemeint von JB, der sich darauf freute, beim nächsten Mal in rauchfreien Räumen in Berlin zu singen.

Das nächste Jahr wird echt grässlich.

The Brunettes (plus Diego) im Schokoladen

November 13th, 2007

Und noch ein Junge und ein Mädchen. Allen, die Interpol am nächsten Samstag mal schön Interpol sein lassen und/oder auch kein Brausebier bei Goose trinken wollen, kann nur empfohlen werden, in den Schokoladen zu gehen. In Berlin. Es spielen auf: The Brunettes aus Auckland (NZ) und Diego aus Freiburg oder Karlsruhe (so genau war das nicht heraus zubekommen).

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The Brunettes - Small Town Crew [mp3]
The Brunettes - Her Hairagami Set [youtube]

Wußte gar nicht, dass es so einfach ist, ein youtubevideo wie dieses auf seiner Festplatte zu speichern, ich sollte wieder mehr Zeit vor dem Rechner verbringen.

Besonders den ersten Song auf der Myspace-Seite und noch mehr vom Album “Structure and Cosmetics”, im Sommer auf Subpop erschienen, anhören.

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Und wer dann doch Interpol vermissen sollte Und dann spielt noch Diego.

Diego - Myspace

Zieht alle weg - aus dem westdeutschen KleinstadtGhetto

November 10th, 2007

“Können auch gute Menschen böse sein?”, fragt sich der Gemüsehändler. Sie fragen: “Woher kommen die Bananen? Sind die öko?” Wenn er “Frisch vom Großmarkt” sagt, legen sie das Obst zurück.

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“National befreite Zone” oder “Bionade-Biedermeier” oder doch “Seelengevögelt by this life”: Für die Wahrheit über den Prenzlauer Berg im Zeit Leben hat Henning Sußebach mal wieder einen Journalistenpreis verdient. Und das in einem Jahr, in dem man für die Verwendung des Wortes Gentrifikation oder auch Gentrifizierung einfach mal im Knast landen kann. Immerhin tritt der Doktorvater des zeitweilig Inhaftierten auch in dieser Reportage auf.

Henning Sußebach: Die ZeitLeben-Reportage Bionade-Biedermeier und den Egon-Erwin-Kisch-Preisträger 2007 bekam er für Hoffmanns Blick auf die Welt

Handsome Furs

October 23rd, 2007

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Zwischen diesem Wochenende und gestern ist eigentlich rein gar nichts passiert. Leer. Einfach nur leer.

Protocol: Hoffentlich dreht Ihr keinen Scheiß-Film in 30 Jahren über den Jungen und sein Mädchen, nur weil sie so klingen, wie New Order heute klingen würde, wenn der Junge von damals noch leben würde. [Dieser Satz hat einen logischen Fehler, macht aber nichts!]

Control: Wer heute in die einzige Pressevorschau in Berlin geht, und gestern nicht dabei war, bei dem Jungen mit seinem Mädchen, dem kann man nur raten, manchmal länger auf zu bleiben… [Jetzt hab ich es Euch aber gegeben, oder?]

NoProll: Und wer was Ernsthaftes lesen will, der findet hier, wie es in Köln war… Berlin war wunderbar, mit Feuer speiendem Drachen und immerhin zwei Dutzend Leuten. [Aber bitte nie wieder im Zapata.]

ps:: Das T-Shirt des Jungen hat mich zu nullkommanichts inspiriert in diesem Beitrag. [LWTUA CTRL]

Neon Bible

October 6th, 2007

arcade fire

Angry in Helsinki

September 21st, 2007

Weiß auch nicht so genau, worüber ich mich mehr ärgern soll, dass ich Architecture in Helsinki mal gut fand oder dass die nur noch albernen Hippieklamauk produzieren. So lauter doofe Hippies im Publikum,… Dafür waren Malajube und Stars wunderbar, und das obwohl die Klangmenschen ungewöhnlich lange brauchten, bei beiden Bands den Sound richtig abzustimmen. Als es dann endlich halbwegs stimmte, hat man sogar live die Herren von Malajube verstanden, so rein akustisch, meine ich. Aber das hilft mir jetzt auch nicht weiter.

Klerikalfaschismus

September 16th, 2007

Eine gute alte ostdeutsche Journalistentradition scheint wieder belebt worden zu sein. Man könnte glatt auf die Idee kommen, dass die Feuilletonredakteure der Berliner Zeitung ihre Meinung manchmal doch wieder zwischen den Zeilen verstecken, als sie direkt und frei zu äußern. Schon klar, dass sich da keiner mehr Sorgen vor irgendwelchen Zensoren machen muss. Aber lustig ist es schon, an einem Tag, an dem sich Kollegen und Politiker über einen leicht entarteten Bischof das Maul zerfleddern, den Kulturteil der Zeitung mit einem Stück über Klerikalfaschismus aufzumachen. Natürlich nicht in Deutschland, sondern im Land eines Maxim Kalaschnikow.

Gentrifikation Gentrifikation Gentrifikation Gentrifikation Gentrifikation Gentrifikation Gentrifikation Gentrifikation Gentrifikation

August 27th, 2007

Heute im Ostblog:

Durch eine Internetrecherche wurden die Ermittler auf Andrej H. und drei weitere Männer aufmerksam, weil in ihren Texten Schlagwörter vorkamen, die sich auch in Bekennerschreiben der „militanten gruppe“ finden. Selbst der Verfassungsschutz konnte aber in einer durchgeführten Textanalyse keine ausreichende Ähnlichkeit der Texte belegen, um auf eine Autorenschaft zu schließen. Dem Bundeskriminalamt reichten die Indizien jedoch, um eine fast ein Jahr dauernde permanente Überwachung von vier der sieben Beschuldigten und ihres gesamten Umfeldes einzuleiten. Im Fall von Andrej H. reichte es sogar für einen Haftbefehl.

Gestern in der FAS (!) das erste Mal davon gelesen, da stand auch ein Begriff:

…”Gentrifikation”. Das ist eine erschreckend dürftige Begründung, denn der Begriff - er bezeichnet die Aufwertung und Verteuerung bestimmter Stadtteile und die damit einhergehende Verdrängung der alteingesessenen Bevölkerung - und die damit verbundenen Forschungen sind so verbreitet, dass, wenn sein Gebrauch unter Strafe gestellt wird, man beim nächsten Stadtsoziologenweltkongress die Mehrzahl der Teilnehmer verhaften müsste.

Mehr Infos beim Bündnis für die Einstellung des § 129a-Verfahrens.

[Wie hieß es doch damals bei der Stasi1.0: Wo gehobelt wird, fallen auch Späne!]

Update: Schau mir gerade die Überschrift noch mal an und krieg diese Melodie nicht mehr aus dem Kopf… Kapitulation, Ohhooohoooo Gentrifikation Oh….

Halloween mit Siouxsie in Berlin

August 19th, 2007

Das Schwarze Berlin bekommt ganz rote Ohren: Halloween mit Siouxsie im SO 36.

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Das Video zu “Into a Swan” vom neuen Album “Mantaray”:

Angespielt den Rest der Platte gibts hier.

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