Interpretationsschwierigkeiten in Spanien

 

Interpretationsschwierigkeiten in Spanien

Noch ein Nachtrag zum Kreditimpuls in Spanien. Ich hatte schon darauf hingewiesen, dass aus dem starken Einbruch, der hier zu sehen ist, keine direkten Schlussfolgerungen auf die Binnennachfrage gezogen werden dürfen. Hinzu kommt aber noch eine Besonderheit, auf die mich am Wochenende freundlicherweise David Milleker, Chefvolkswirt bei Union Investment, hingewiesen hat. Er schreibt: „Die spanischen Zahlen lassen sich am aktuellen Rand nicht vernünftig interpretieren. Der Grund dafür ist, dass die Zahlen für Kreditbestand wie auch -ströme durch die Übertragung auf die staatliche Bad Bank reduziert worden sind. Die Kredite gibt’s also schon noch, nur nicht bei den MFIs.“ MFI ist der Fachausdruck der EZB für monetäre Finanzinstitute (Kreditinstitute, Geldmarktfonds, Zentralbanken). In der Tat haben die verstaatlichten Banken Bankia, Banco de Valencia and Caixacatalunya bereits ein Portfolio von Immobilien und faulen Krediten im Wert von 50,45 Mrd. Euro an die spanische Bad Bank Sareb (formal keine Bank, sondern eine Abwicklungsgesellschaft) übertragen….

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