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Hier sind die von der EZB gekauften griechischen Staatsanleihen, die Mengen und künftige Zinszahlungen aus Athen (Weckservice-Version)

Manchmal lohnt es sich wirklich, sonntags seine Timeline auf Twitter zu lesen. Vergangenes Wochenende etwa, da twitterte Marco Herack (auch bekannt als @mh120480 und Autor des Blogs Goowell über das Umtauschangebot, das Griechenlands Finanzministerium am Freitag ins Netz gestellt hatte. Doch leider war die pdf-Datei, aus der Marco zitierte, schon wenig später gar nicht mehr online. Die gesamte Seite war sogar down. Zum Glück hatte Marco die Datei zuvor runtergeladen und mir später zugeschickt. Hier zum Download.

Denn ein paar Tage später stellte sich heraus, dass diese Datei ein paar schöne Details enthält, die in der Version, die seit Montag online steht, leider fehlen. Am Wochenende stand dort nämlich noch die Summe, die die EZB und andere Notenbanken an griechischen Staatsanleihen erworben haben. Eine Summe, die eigentlich von der EZB unter strengsten Verschluss gehalten wird: 56,5 Mrd. Euro

Nun sind die 56,5 Mrd. Euro nicht wirklich erstaunlich, nachdem sie schon länger durch die Presse kursieren. Auch ist mittlerweile klar, dass davon 12 Mrd. Euro außerhalb des Aufkaufsprogramms gekauft wurden: Einige Notenbanken haben auch zu Anlagezwecken auf eigene Rechnung Staatsanleihen aus Griechenland erwoben. Doch das richtig Interessante darin sind die Volumina der zum Tausch stehenden Anleihen im Anhang. Denn hier wurden die Summen bereits abgezogen, die die Notenbanken gut zwei Wochen zuvor bereits in neue Papiere getauscht hatten, um dem Schuldenschnitt zu entgehen. Da Bloomberg und die griechische Schuldenagentur noch die alten Bestände (also vor dem Tausch der Notenbanken) ausweisen, ist es nun sehr einfach die Summen zu errechnen, die die Notenbanken je Anleihe erworben haben:

130901 GGB_CB

Bei zwei Anleihen wurden die Beträge geschätzt, weil die griechische Schuldenagentur komischerweise hier geringere Beträge ausweist als das Finanzministerium am Wochenende. Hierbei handelt es sich jedoch um sehr geringe Summe von zweimal 150 Mio. Euro, die hier geschätzt wurden.

Ein wenig Zauberei mit Excel und Bloomberg bringt uns folgenden Auszahlungsplan für die Notenbanken:

Oder für diejenigen, die sich den Wecker stellen wollen, wenn Athen mal wieder Milliarden an die Notenbanken Europas überweist:

http://wirtschaftswunder.ftd.de/2012/03/02/ezb-staatsanleihen-griechenlands/

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