Mein Stimme aus Zürich: Bewährungsprobe für eine Fiskalunion
Vom 3. Juni 2020. Die EU-Länder wollen sich in der Coronakrise gemeinsam verschulden. Wächst damit das Vertrauen zwischen ihnen, kann es die Union verändern. Ein Kommentar von FuW-Redaktor André Kühnlenz. Wenn die Länder der Europäischen Union jetzt ihre Staatsausgaben bündeln, ist dies der einzig richtige Weg, mit der Krise fertig zu werden. Denn nur wenn sich der Staatenverbund nach einigen Verirrungen auch fiskalisch vertieft, wird er, so schnell es geht, wieder auf die Beine kommen. Auch, um gegen die Grossmächte in Nordamerika und Ostasien zu bestehen. Bis zum Herbst müssen alle siebenundzwanzig Nationalparlamente und das Europäische Parlament darüber abstimmen, was die Brüsseler Kommission angedacht hat. Zuvor werden die Staats- und Regierungschefs noch um jede Nachkommastelle des geplanten Recovery Fund erbittert feilschen. Die Begleitgeräusche aus den Hauptstädten werden hässlich und anstrengend sein. Doch am Ende entscheiden allein die Ergebnisse, und die können die Union fundamental zum Besseren verändern. Klare Vorteile für die Schweiz Die Schweiz...
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