Auftragseingang Tag

Deutschland beendet den freien Fall und startet bald in den Aufschwung

Die Unternehmen stehen kurz davor, ihre Investitionen wieder ausreichend für einen Aufschwung zu beschleunigen. Es hätte so gut kommen können für die deutsche Wirtschaft. Eigentlich sah alles danach aus, dass die Rezession im Frühjahr 2024 geendet hat. Vieles sprach dafür, dass die Unternehmen dieses Jahr ihre Investitionen endlich wieder hochfahren. Doch dann kam im Frühjahr der Rückschlag, der noch immer anhält. Der Pessimismus in den Unternehmen hat sich nochmals verstärkt – so sehr, dass auch die hoffnungsvollen Signale nicht mehr gesehen werden. Tatsächlich jedoch deutet sich derzeit an, dass die deutsche Volkswirtschaft nicht nur die Rezession beendet, die Ende 2022 begonnen hatte (Quelle: Sachverständigenrat). Wenn keine neuen Schocks auftreten, dürfte jetzt sogar endlich der lang erhoffte Aufschwung beginnen. Deutsche Industrie im extremen Stimmungstief Erst vor wenigen Tagen verkündete der Präsident des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI), Peter Leibinger: «Der Wirtschaftsstandort befindet sich im freien Fall, doch die Bundesregierung reagiert nicht entschlossen genug.» Die Ökonomen...

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Deutschland sollte eine lange Lähmung vermeiden

Es gibt Beobachter der deutschen Konjunktur, bei denen steigert sich der Optimismus fast schon in Überschwang. Zumindest im Vergleich zum mickrigen Ausgangsniveau, von dem sich das Land jetzt aufmachen soll, um endlich den ersehnten Aufschwung zu beginnen. Die jüngste Rückkehr zum Wachstum im ersten Quartal sowie die Umfragen unter den Unternehmen lassen einige erwarten, dass es jetzt endlich für länger aufwärtsgeht. Ein schönes Beispiel für den Überschwang liefern die Ökonomen der Deutschen Bank. Sie haben Anfang Mai ihre Prognosen für dieses Jahr erheblich angehoben. Nach einem bereits gemeldeten (vorläufigen) Plus von 0,2% im ersten sollen es im zweiten Quartal bereits 0,3% werden – eine Verdreifachung der Wachstumsprognose vom Herbst. Im zweiten Halbjahr sollten sich die erwarteten Quartalsraten des Bruttoinlandprodukts dann jeweils noch von 0,2 auf 0,4% verdoppeln. Das wären auf das Jahr hoch gerechnet also 1,6% Wachstum (2023 gab es ein Minus von 0,1%, kalender- und saisonbereinigt). Das ist schon ein gewaltiges...

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Meine Stimme aus Wien: Angespannter Optimismus

Wer sich die jüngsten Konjunkturmeldungen durch den Kopf gehen lässt, der kann schon einmal ins Grübeln geraten. Da signalisieren Umfragen unter Einkaufsmanagern sowie die Beschäftigtenzahlen, dass die amerikanische Industrie sich bereits in einer Rezession befindet. Die Profitabilität im Unternehmenssektor sinkt ohnehin schon länger. Zugleich bereiten die US-Notenbanker die Marktteilnehmer auf eine Zinserhöhung in der nächsten Woche vor. So, als würde Amerika tatsächlich kurz vor einer überhitzten Konjunkturphase stehen. In Deutschland weist der Trend bei den Neubestellungen von Investitionsgütern deutlich nach unten – die Nachfrage schwächt sich aus allen Teilen der Welt spürbar ab. Im Sommer sanken die privaten Anlageinvestitionen der Deutschen bereits das zweite Quartal in Folge. Die Warenexporte fielen von August bis Oktober um drei Prozent unter das Niveau im Vierteljahr zuvor. Das alles ist jedoch kein Grund zur Sorge für die Fachleute der Bundesbank: Die deutsche Konjunktur werde in den nächsten beiden Jahren zunehmend an Kraft gewinnen, heißt es...

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