Die Eurobonds sind tot – es leben die Eurobonds!
Grundsätzlich gibt es drei Varianten, wie Gemeinschaftsanleihen eingeführt werden können. Eine ist sehr teuer und bekommt wohl ein schlechtes Rating. Eine andere bräuchte Verfassungs- und Vertragsänderungen im Euro-Raum, was lange dauert. Die dritte wurde vom Bundesverfassungsgericht vergangene Woche ausdrücklich bestätigt, ließe sich sehr schnell starten und wäre zudem auch gar nicht so teuer. Herr Kraemer von S&P verwies darauf, dass Eurobonds, bei denen jedes Land mit seinem EZB-Kapital haftet, das Rating des schwächsten Mitgliedstaates bekommen würden - also aktuell Griechenlands "CC". Auf diese Konstruktion bezog sich auch das Ifo-Institut, als es Mehrkosten für Deutschland von 33 bis 47 Mrd. Euro im Jahr errechnet hatte. Diese Variante können wir also schon einmal streichen, vielen Dank an die Ifo-Leute für die Berechnungen. Für die Konstruktion, in der alle Staaten für alles haften, also gesamtschuldnerische Eurobonds, braucht es eine EU-Vertragsänderung (No-Bailout-Klausel) sowie zumindest in Deutschland eine Grundgesetzänderung. Dieses Modell braucht somit Jahre, um eingeführt zu...
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