Vergangene Woche bin ich noch etwas über Motor hergezogen. Dabei muss ich jetzt zugeben, dass der eine Nachrichtensprecher am Sonnabend [das ist der Samstag, Anm. für alle Österreicher u.ä. ;) ] den Orkan mal wirklich richtig ausgesprochen hat. Nach persönlichem Empfinden natürlich, das sich am Donnerstagabend aufbaute. Denn es war so ein seltener Tag, an dem ich das TV-Gerät einschaltete.
Der dienstliche Tagestrip nach Hamburg endete damit, dass abends keine Züge mehr fuhren. Deshalb verbrachte ich die Nacht im Hotel. Und da alle Bekannten in der fremden Stadt irgendwie nicht mehr auf die Straße gehen wollten, machte ich pünktlich zu Kachelmann - kurz vor der Tagesschau - den Fernseher an. Und der lief dann bis um eins - nur dass ich kurz nach dem Brennpunkt einschlief. Wie immer, wenn ich schon mal den Fernseher anschalte.
Aber für den Fall hatte ich vorgesorgt, denn neben einer Zahnbürste kaufte ich mir im Bahnhof meinen ersten Henning Mankell-Krimi (”Der Mann, der lächelte”), denn eigentlich wollte der Fernseher erst gar nicht funktionieren. Bis ich merkte, dass das Antennenkabel nicht in der Buchse steckte.
Weil ich um eins nachts hellwach war, las ich bis um fünf meinen ersten Henning Mankell-Krimi. Dass ich mir dabei den Herr Wallander immer so vorstelle wie in den Verfilmungen auf ZDF - wo der dicke Schauspieler den Kommissar spielt – hat hier gar nichts zu besagen: zurück zu Kyrill.
In meiner Familie sprechen wir den Namen Kyrill, wie der Sohn meiner Cousine heißt, als Kieriel aus. Und der eingangs erwähnte Nachrichtensprecher war der Erste, der ihn in meiner Medienwahrnehmung so aussprach. Meine Mutter erzählte mir, dass der Name eigentlich aus dem Griechischen stammt - nur was er bedeutet habe ich vergessen.
Keine Ahnung, wie die Griechen den Kyrill aussprechen, aber ich vermute sie werden ihn auf gar keinen Fall so türkisch als Küüüriel aussprechen. Wahrscheinlich ziehen deutsche Nachrichtenvorleser die Türkei als Urlaubsort irgendwelchen Inseln im Mittelmeer vor.
Der Motor-Nachrichtensprecher konnte Litwinenko auch ganz gut betonen, das muss ein Naturtalent sein. So bleibt nur noch zu erwähnen, dass die Nachrichten auf MotorFM im Audio-Studio der Netzeitung vorgelesen werden.