May 2nd, 2006
Und manchmal ist es sehr beruhigend, wenn es noch ein paar Konstanten im Prenzlauer Berg gibt, aus der Zeit nach The End Of The World As We Know It, das Kegelheim sozusagen als Fortsetzung der Bibo-Bar (ist doch so, oder?) auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
Beim frühmontäglichen Fünf-Jahresfeiern nach der sehr jugendlichhaften und überfüllten Tanzveranstaltung: Immer noch nüchtern fühlen wegen des persönlich-gesundheitlichen Bierverbots, dass in Sprit umgelenkt auch nicht betrunken machte. Was aber letztendlich am Morgen Mittag danach auch nur die Stimme etwas belegte beim Frühstück in der Sonne.
Dafür konnte man dabei sehr schön den Klischeestadtbewohnern zuhören. Da wundert es auch nicht mehr, dass Revolutionen in der Stadt schon lange nicht mehr das sind, was sie einmal waren. Und nach Jahren der Fit For Fun-Maifestspiele passiert nun fast gar nichts mehr. Dabei dürften es heutzutage vielleicht ein paar Leute dringender haben als damals, als der Bolle brannte. Immerhin steht auf der Stelle der Kaufanstalt jetzt eine Moschee.
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April 30th, 2006
Kaum regnet es in der Stadt, verfallen die Menschen in Melancholie und die Cafées fangen an, Carla Bruni auf Dauerrotation zu spielen. [Da hat wohl ein heimischer Radiosender ganze Arbeit geleistet. Der Besuch aus Dortmund oder Düsseldorf, je nachdem wie man es sieht, kannte die Bruni jedenfalls nicht]. Am besten noch: Beim Frühstück um die Ecke Quelqu’Un M’a Dit gleich dreimal hintereinander hören, um dann nach zwei anderen Liedern derselben Platte erneut zu erklingen. Alles ganz nett soweit. Passte ja auch zum Wetter. Aber das selbe Lied dann einige Stunden später wieder hören beim Espesso-Händler an der großen Kreuzung, fängt dann doch ein klein wenig an, zu nerven.
Gut, dass der Bruni-Regen wieder vorbeigezogen ist.
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April 18th, 2006
Solange man nachts in Berlin noch so

feiern kann und tagsüber so

, dann lohnt es sich allemal hier zu leben. Und Ostberlin ist Deutscher Meister.
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April 15th, 2006
… fällt dieses Jahr ziemlich genau mit Ostern zusammen. Wenn ich jetzt etwas mystisch veranlagt wäre, hätte das bestimmt auch was für mich zu bedeuten. So kann ich einfach nur schlecht einschlafen. Und was macht man, wenn Weggehen an christlichen Feiertagen in Berlin sowieso noch nie Spaß gemacht hat?

Vielleicht etwas pervers: Aber für mich hat Regen zu Ostern in Berlin etwas total schönes. Na morgen solls ja wieder regnen, da kann ich mir auch mal wieder “Es war einmal in Amerika” ausleihen. Oder ich finde noch die alte VHS im elterlichen Keller.
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