Einszueins für München

March 4th, 2008

Was mir bisher zu München einfiel, war: Es ist irgendwie wie Düsseldorf - natürlich nicht die Altstadt, die vielleicht mittwochs auf der Ratinger etwas an München erinnern mag. München war bisher mein Sinnbild für das verkackteste, zur Schau gestellte Patrizier-Bürgertum, das man in Berlin so verachtet, wenn man nicht um den Kollwitzplatz herum wohnt.

Deswegen traut sich ja niemand selbst im diesem Märchenviertel seinen ach so hart erarbeiteten Erfolg jedem schon aus 50 Meter Entfernung entgegen zu schleudern – außer vielleicht ihre vielen Kinder, die sie hier herumgetragen.

Das erste Mal in München waren zwei Tage in der Weihnachtszeit damals, als die New Economy noch boomte. Die Catering-Firma brauchte noch studentische Hilfskräfte aus Berlin für die Pro7-Weihnachtsfeier – ein gigantisches Fest. Keine Ahnung, ob die heute noch so viel Geld dafür übrig haben. Es war jedoch nicht die 24-Stunden-Schicht damals, die mich so über die Stadt abkotzen ließ.

Ein kurzer Ausflug in die Innenstadt am Vorabend reichte schon. Klar ist jede Stadt unerträglich (für einen Touristen), wenn die Leute ihr Geld in Weihnachtsgeschenke anlegen müssen. Das war auch in Hamburg nicht anders, wie ich vergangenen Dezember feststellte. Doch selbst wenn man diese Minuspunkte jeder Stadt zu Gute hält, blieb München irgendwie extrem abgehoben.

Nun, der Eindruck hat sich geändert. Nicht dramatisch, aber immerhin. Nach knapp anderthalb Jahren in westdeutschen Städten wie Düsseldorf und Köln, fangen die Münchner Leutchen in ihren edlen Stoffen sogar an, sympathisch zu wirken. Vielleicht liegt es ja am Klima oder den Leckereien auf dem Viktualienmarkt, dass sie hier auf den ersten Blick so entspannt daher spazieren.

Am Geld kann es eigentlich nicht liegen, das gibt es anderswo auch. Nur, dass sich den Düsseldorfer Geldherumträgern eine unheimliche Verbissenheit (und Arroganz) in die Gesichter gefressen hat. Vielleicht haben sie aber einfach nur die schlechteren Schönheitschirurgen im Rheinland.

Oberflächlich betrachtet, wenn man nur die Gesichter einer Stadt auf sich wirken lässt, spiegelt sich das Auftreten der Oberschicht im Auftreten der Unterschicht und umgekehrt. Es ist immer wieder erstaunlich, was für eine Abgestumpftheit einem in Düsseldorf entgegenschlägt, besonders wenn man aus Köln dort ankommt. Wo ist eigentlich die Düsseldorfer Mittelschicht geblieben, sowohl auf der Einkommens- als auch der Modernitätsskala?

München scheint dagegen vor Entspanntheit fast zu platzen: oben, unten, vorne oder hinten. Sicher kann so ein Wochenendausflug nur oberfläch bleiben. Aber die Stadt hat extrem in meinen Augen an Wert gewonnen – wenn wir allein die westdeutschen Großstädte betrachten. Und irgendwie haben die Bayern doch einen slawischen Einschlag. Nicht, dass es mich da schon irgendwie hinziehen würde. Es kommt jetzt aber schon kurz nach Köln und vor Hamburg, falls ich mal wegziehe.

Dann wird aber wiederum die Frage interessant, ob das Business heutzutage eigentlich nicht überall gleich funktionieren sollte, egal ob in London, Düsseldorf oder München? Wetten nicht? Über die Vorzüge Berlins brauchen wir hier nicht streiten. Wir haben hier sogar unser kleines München (will ich nie wieder wohnen, aber sollen sie doch…) und unser kleines Köln (nicht Neukölln) – für jeden etwas dabei. Hoffentlich bleibt mir das kleine Düsseldorf, falls es das hier gibt, für immer verborgen.

Wer ist denn bitte Küüüriel?

January 22nd, 2007

Vergangene Woche bin ich noch etwas über Motor hergezogen. Dabei muss ich jetzt zugeben, dass der eine Nachrichtensprecher am Sonnabend [das ist der Samstag, Anm. für alle Österreicher u.ä. ;) ] den Orkan mal wirklich richtig ausgesprochen hat. Nach persönlichem Empfinden natürlich, das sich am Donnerstagabend aufbaute. Denn es war so ein seltener Tag, an dem ich das TV-Gerät einschaltete.

Der dienstliche Tagestrip nach Hamburg endete damit, dass abends keine Züge mehr fuhren. Deshalb verbrachte ich die Nacht im Hotel. Und da alle Bekannten in der fremden Stadt irgendwie nicht mehr auf die Straße gehen wollten, machte ich pünktlich zu Kachelmann - kurz vor der Tagesschau - den Fernseher an. Und der lief dann bis um eins - nur dass ich kurz nach dem Brennpunkt einschlief. Wie immer, wenn ich schon mal den Fernseher anschalte.

Aber für den Fall hatte ich vorgesorgt, denn neben einer Zahnbürste kaufte ich mir im Bahnhof meinen ersten Henning Mankell-Krimi (”Der Mann, der lächelte”), denn eigentlich wollte der Fernseher erst gar nicht funktionieren. Bis ich merkte, dass das Antennenkabel nicht in der Buchse steckte.

Weil ich um eins nachts hellwach war, las ich bis um fünf meinen ersten Henning Mankell-Krimi. Dass ich mir dabei den Herr Wallander immer so vorstelle wie in den Verfilmungen auf ZDF - wo der dicke Schauspieler den Kommissar spielt – hat hier gar nichts zu besagen: zurück zu Kyrill.

In meiner Familie sprechen wir den Namen Kyrill, wie der Sohn meiner Cousine heißt, als Kieriel aus. Und der eingangs erwähnte Nachrichtensprecher war der Erste, der ihn in meiner Medienwahrnehmung so aussprach. Meine Mutter erzählte mir, dass der Name eigentlich aus dem Griechischen stammt - nur was er bedeutet habe ich vergessen.

Keine Ahnung, wie die Griechen den Kyrill aussprechen, aber ich vermute sie werden ihn auf gar keinen Fall so türkisch als Küüüriel aussprechen. Wahrscheinlich ziehen deutsche Nachrichtenvorleser die Türkei als Urlaubsort irgendwelchen Inseln im Mittelmeer vor.

Der Motor-Nachrichtensprecher konnte Litwinenko auch ganz gut betonen, das muss ein Naturtalent sein. So bleibt nur noch zu erwähnen, dass die Nachrichten auf MotorFM im Audio-Studio der Netzeitung vorgelesen werden.

missFlag im Syndrome

January 10th, 2007

Es gibt so diese Tage: Wenn es dann endlich dunkel wird, zieh ich extra noch die Vorhänge zu, damit ja keiner ahnen kann, wer da diese Musik hört. Denn es gibt Tage, da läuft bei mir Coldplay oder Keane. Ich muss zugeben, erstere mochten ich mal etwas mehr als heute, so für ein Frühjahr, vor drei oder vier Jahren. Jetzt ziehe ich doch lieber die Vorhänge zu.

Neulich in Israel stieß ich auf einen Artikel über eine Band, die in Israel fast keiner kennt, die in den USA aber so angekündigt wurde:

Of course the timing is good: now that Keane’s lead singer is in rehab we need a new New Coldplay.

und die in Kalifornien erfolgreiche Auftritte hatte. Ich zog zwar nicht gleich die Gardinen zu, sondern schaute nach, wann missFlag das nächste Mal spielen würden. Und siehe da, vier Tag später sollten sie in einem Klub namens Syndrome in Jerusalem spielen.

missFlag @ Syndrome, Jerusalem

Nach dem Konzert hatte ich dann tatsächlich mein neues Coldplay gefunden, glaub ich. Und das auch ohne zugezogene Vorhänge.

Vorhören auf Myspace oder Homepage.

Und das Beste am Ende

December 30th, 2006

Den Preis für den passensten Konzertsponsor des Jahres hat ganz klar CSS abgeschossen. Hier etwas verwackelt, kommt aber weiter unten gleich noch mal.

CSS and Rizla

Und das hat gar nichts damit tun, dass ich selbstdrehender Zigarettenraucher bin. Nein, nein. Die verteilten Rizla Blättchen waren von der blauen Sorte, die sich eher zum Kiffen eignen als zum Zigaretten drehen. Ich bevorzuge ja eher die grünen…

CSS and Jarvis Cocker

Und dass CSS auch den besten Überraschungsgast bei ihrem Konzert in London auf die Bühne holten, wurde hier ja schon erwähnt.

Also, Guten Rutsch und lasst uns das Rauchverbot verhindern!

Die Anderen

December 14th, 2006

SWISS

Dank Swiss das “Leben der Anderen” gesehen. Obwohl ich mir den Film nie ansehen wollte. Alle waren sie drin. Alle, die wichtig sind. Und das nicht nur ein mal. Das erzeugt in mir immer so eine Aversion. Habe auch nicht “Good Bye Lenin” gekuckt. Da gings mir genauso. Vielleicht läuft der dann auf meinem nächsten Swiss-Flug, wann auch immer der sein wird. Bestimmt ist er dann einsortiert unter Oldies.

Könnte mir gut vorstellen, dass die “Anderen” ein prima Film für Oppositionsnostalgiker ist. (Und die, die schon immer die Größten waren.) Jetzt ohne die Aufgeregtheit vom März fand ich ihn gar nicht so schlecht.

Wildlife

December 14th, 2006

National History Museum

Der Weihnachtsmarkt vor dem Natural History Museum in London hält nur kurz auf. Drin gibt es wildes Leben zu sehen, wenn man schon mal auf Kultur macht im Urlaub. Im Tate Modern nur von der ersten Etage runtergerutscht. Wenn die Röhren von Christian Höller als Experiment für eine menschliche Flaschenpost in künftiger Architektur dienen soll, dann muss da aber noch heftig rumgefeilt werden.

Tate Modern: Carsten Höller

No Postcards From Beirut [4]

December 12th, 2006

Wieder zurück im feuchten kalten dunklen Deutschland. Die letzte Nacht in London zog mir jemand das Handy aus der Hosentasche. Nie wieder gesehen das Teil. Aber davon erzähl ich später. Heute stattdessen viel lieber an die Sonne in Israel erinnert und die restlichen Bilder auf Flickr geladen.

Wie dieses hier:

Tel Aviv, Sushi

In Tel Aviv kann man Sushi auf der Straße essen wie an diesem Kiosk.

Jerusalem, Old City

Oft genug traf man die Polizei wie im muslimischen Viertel der Jerusalemer Altstadt.

Jerusalem, Old City

Und hier hatte ich mal einen guten Moment erwischt.

An den letzten Tagen in der Stadt Rehovot mit Leuten darüber unterhalten, wie eng doch der Zusammenhalt der Menschen in Israel ist. Dass es zwar nerven kann, wenn sich jeder in der israelischen Gesellschaft verpflichtet fühlt, in die eigenen Privatangelegenheiten einzumischen. Aber, dass das immer noch besser sei, als die Kälte und Gleichgültigkeit in Russland oder den westlichen Ländern.

Ich meinte mich zu erinnern, dass ich bei meinem ersten Besuch hier vor elf Jahren das Gefühl hatte, etwas vom Lebensgefühl in der DDR wieder zu finden. Und als unsere israelischen Austauschschüler damals alle zusammen den Shabbat feierten, als sie bei uns in Berlin waren, spürte ich einen Hauch von Pioniernachmittag.

Davon merkte ich diesmal allerdings gar nichts.

Chicks (CSS + J.C., RID) vs Morrissey

December 9th, 2006

Man kann ja sein ganzes Geld fuer Morrissey ausgeben. Ich mag The Smith und auch deren Saenger sehr. Es gab ja fuer gestern noch Karten in London, Wembley Arena. Aber dann haette man sich wahrscheinlich die ganze Woche von Fluessigjoghurt ernaehren muessen.

Den hab ich zwar auch getrunken, um meine Flora und Fauna nach den Alkoholgenuss wieder herzustellen. Man kann jedoch das selbe Geld in ein ganz persoenliches Xmas Music Festival investistieren.

Es fing Mittwoch mit Shy Child ganz gut an. Dann Bromheads Jacket am Donnerstag. Sehr englisch, der Gesang erinnert sehr an Mike Skinner. Fast haetten sich noch ein paar die Ruebe eingehauen beim Konzert. Sehr glueckliche Englaender ueberall danach. Spaeter Elektro-Punk in Shoreditch, wo mir das Publikum zunaechts ein bisschen wie die (Indie)-Schickeria vorkam. Wurde spaeter aber noch ganz angenehm.

[Gibts eigentlich hier eine Klassengesellschaft, oder sind das einfach nur unterschiedliche Szenen? Das Publikum war bei Bromheads Jacket jedenfalls eindeutig gluecklicher.]

Freitag also spielte Morrissey. Und ich bei CCS im Forum. Und was der Hammer war, als die brasilianischen Chicks ihre einzige Zugabe gaben, kam Jarvis Cocker von Pulp auf die Buehne. (Oh my Gosh). Ich meine, die Menge ja hat davor schon getobt. Aber was dann abging, war unbeschreiblich.

Ob nun CSS berechtigt gehypt werden oder nicht, Spass hats auf jeden Fall gemacht. Was dem Ganzen aber noch die Kroenung gab, waren Robots in Disguise, spaeter dann in Islington. Haetten die mit den Brasilianern auf einer Buehne gestanden, die haetten CSS glatt an die Wand gespielt. Aber sowas von.

Keine Ahnung wie Herr Morrissey an diesem Abend war, ich hab aber irgendwie das Gefuehl, dass er im Vergleich zu den Damen sehr alt ausgesehen haette…

Den Sturm verschlafen

December 7th, 2006

Zum Schluss in Israel noch die Cousine besucht. Sie zieht demnaechst nach Kanada. Hab ihr zum Abschied Arcade Fire vorgespielt - zum Gewoehnen ans neue Land. Aber Musik ist wohl nicht der Grund fuer den Ortswechsel. Schnee wollen sie auch endlich mal wieder sehen. Das warme Wetter nervt so langsam, wenn es staendig da ist. Tornados waren so das krasseste was sie dort so hatten in den letzten Jahren - aber eben warme…

Hier in London hab ich vom Tornado erst durch die Abendzeitung und das Internet erfahren. Obwohl ich ja nicht gerade sagen kann, dass ich um die Urzeit schon wach war, als der so rum wuetete. Die guten Indiediscos finden ja immer noch unterhalb der Woche statt. Mit Angeboten von zwei Bier fuer 3 £ kommt man hier wirklich nicht sehr frueh ins Bett.

Und die staendig ausverkauften Konzerte nerven hier auch wieder. Aber wenn man dann doch mal spaeter reinschaut, wie gestern im Metro Club, und dann auch keinen Eintritt zahlen braucht und Pigeon Detectives mal schoen Detektive sein laesst, kann man dann gegen Mitternacht noch Ueberraschungen erleben. Shy Child aus New York kamen ploetzlich noch vorbei. Sehr schoener Krach und tanzbar.

Wenns Briten waeren muesste man sie der vom NME erfundenen Superschublade Nu Rave zuordnen. (Neu im Verlgeich zum Gitarren Rave der fruehen 90er Jahre) Wozu das aber gut sein kann, zeigen diese Jungs hier, die gleich eine kostenlose Weihnachtsfeierlichkeit auf die Beine stellen. Armbaender mit Smileys -das duerfte schon genug sagen.

No Postcards From Beirut [3]

December 5th, 2006

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Und dann war ich nicht mal der einzige, der sich in Jerusalem als Mauertourist fuehlte. Noch einen Amerikaner getroffen, der eigentlich gerade in Berlin wohnt, und der mir seine Bilder zeigte.

Jetzt ahne ich, wie es sich wohl damals angefuehlt haben muss, vor 17 Jahren, als die Wessis sich die Mauer in Berlin angeschaut haben. Nur so richtig rueber kucken kann man nicht so ganz, dazu ist sie hier viel zu hoch.

Auf der israelischen Seite der Mauer wohnen uebrigens auch Araber. Sobald man in den Ostteil der Stadt kommt, trifft man auch keine Juden mehr [ausser vielleicht Polizisten].

Umgekehrt schon. In Westjerusalem fuehren Araber auch Restaurants. In einen, in dem ich war, sass hinten ein orthodoxer Jude, lass und rauchte.

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Kiew (Ost)?

December 3rd, 2006

Schon anderthalb Tage kein Hebraeisch mehr gehoert. Im Fernsehgeraet, hier in der Wohnung, laufen nur russische Sender, die Werbung der Satellitenkanaele kommt auf Ukrainisch.

Nachts wenn man die Palmen nicht sieht, koennte es auch eine Kleinstadt oestlich von Kiew sein.

Keine Syndrome

November 30th, 2006

Von Jerusalem nach Tel Aviv: Fuehlt sich gut an. Als wenn eine ganz schwere Last von einem gefallen waere. Keine Religion mehr, bitte, fuer die naechsten hundert Jahre nicht mehr. Davon hatte ich jetzt genug. Zum Glueck nicht am Jerusalem Syndrom erkrankt. Dafuer in einer Bar gewesen, die so heisst.

Wozu sich dieses MySapce-Ding ja noch ganz gut eignet, einfach mal die Flyer in den Kommentaren von einigen einheimischen Bands checken, und schon weiss man, wo die angesagten Klubs/Bars sind.

[Draussen vor dem Internet-Cafe hat gerade ein Polizei-Auto die Strasse abgeriegelt, dreimal hats geknallt. War wohl Bombenalarm. Das kommt hier aber oefter vor… Jetzt fahren die Autos auch schon wieder.]

Ostjerusalem und Sicherheit

November 26th, 2006

Heute bin ich einfach zu müde, um noch mal raus zugehen und noch zu wach, um zu schlafen. Immerhin den höchsten Berg Jerusalems erklommen, dabei einen großen Umweg gelaufen. Musste mir noch die Ostmauer der Stadt anschauen, die die Israel von Palestina trennt. Jaja, der alte Ostberliner in mir hat doch irgendwie Sehnsucht. [Bilder folgen später.]

Es zahlt sich bei dieser Reise aus, erstmals ohne israelische Begleitung unterwegs zu sein. Irgendwie hatte ich schon Bammel vor Ostjerusalem, dem arabischen Teil der Stadt. Gestern einfach in einen abgelegenen Pfad südlich der Altstadt entlang gegangen. Plötzlich kamen mir nur noch Schulmädchen mit Kopftüchern entgegen.
(more…)

No Postcards From Beirut [2]

November 26th, 2006

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Sonnenuntergang und das Ende des Shabbats gestern in Jerusalem. Es hatten nicht alle Läden geschlossen. Der Betreiber der Metall-Kneipe gleich neben meinem Hotel kommt aus der Ukraine, er lud mich Freitagnacht nicht nur zu einem Wodka ein. Das hielt mich davon ab, ins Underground zu gehen. Vor zehn Jahren waren wir da schon mal in dieser Disko. Jeder hasst den Laden und jeder geht doch rein, steht im Reiseführer.

Gesternabend wurde es dann wieder etwas lauter, rund um den Zion Platz. Das äthiopische Restaurant auf der Hinterseite der Hotels spielte Musik bis zwei Uhr. Früher wäre ich sowieso nicht eingeschlafen.

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No Postcards From Beirut [1]

November 26th, 2006

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Kinder bringen noch schnell Essen und Getränke in die Altstadt von Jerusalem kurz vor Beginn des Shabbats .

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Ohrstöpsel einer fremden Stadt

November 26th, 2006

Was ganz gut kommt in Jerusalem: Beirut hören. Wenn ich dann mal an der hiesigen Mauer stehen sollte, lege ich mir Cold War Kids im Player auf.

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Da hinten auf dem Hügel steht die Mauer…

Wie Frauen fühlen

November 22nd, 2006

Wenn im trüben Berlinherbst der beiden vergangenen Tage überhaupt kein Urlaubsgefühl aufkommt, wird es Zeit hier zu verschwinden.

Heute wie eine Frau gefühlt, noch schnell Schuhe gekauft. Gleich ging es mir besser. Das rechte Paar kann man wirklich nur noch für Konzerte anziehen…

Neue Schuhe

Der Mercedes wurde zu einem grünen Gitter

September 14th, 2006

Die Musik kam nicht aus den Lautsprechern des Schwarzen Mercedes. Sondern sie wurde zum Soundtrack für das nächtliche Schreiben. Der Schwarze Mercedes ist dabei schon sehr früh gestorben. Alles fängt jetzt mit einem grünen Gitter an.

Schrottplatz Rostock

Falls es interessieren sollte, wie es dazu kam, hier lesen.

Der Pfandtag

August 19th, 2006

Der S-Bahnfahrer hatte schon Feierabend auf dem Bahnsteig in Ostkreuz. Er stellt den großen Aktenkoffer, den man häufig mal bei Anwälten sieht, ab. Greift die rumstehende Bierflasche, schüttet den Rest auf die Gleise und steckt sie in seinen grauen Stoffbeutel.

Von wegen Ordnungssucht: Die Weinflasche ein Meter weiter ließ er stehen.

Drei Stunden zuvor im ICE irgendwo kurz vor Hannover. Der Mann in der Uniform der Deutschen Bahn war offensichtlich nicht mehr im Dienst. Schlendert durch die Reihen und sucht sich einen leeren Platz. Vorher nimmt er noch die leere Cola-Flasche mit, die auf einem der Tische stand.

“… thats why i get a funny little moustache everytime i drink tea…”

August 5th, 2006

Nazitea, igittt. Zum Glück bin ich Kaffee-Trinker und wohne gerade in Düssel… Obwohl?

Neue Kamera

May 22nd, 2006

Endlich geschafft, endlich eine vernünftige Kamera gekauft. Obwohl ich mir die gerade überhaupt nicht leisten kann. Aber hey, Finanzierungskauf beginnt erst im Juli mit dem Ratenabziehen, dann siehts auch viel besser aus. Jetzt noch schnell Akku laden für Razorlight und Boy Kill Boy und Kubb und The Feeling.

Und morgen gehts dann nach Dunkeldeutschland Gera als rasender Reporter um dann pünktlich zu den Rifles wieder in Berlin aufzuschlagen. Wenn das mal nicht gewichtige Gründe für ne richtige Kamera sind.

Superfrauen-Mai

May 21st, 2006

Irgendwann um sieben Uhr abends aufwachen und sich dran erinnern, dass das Metric-Konzert dann auch schon wieder eine Woche zurück liegt. Den ganzen Samstag also mit Schlafen verbracht und die Defizite der vergangenen sieben Tage wieder aufgeholt. Denn wie schon beim letzten Konzert von Metric damals in der Schweiz ging es auch in Berlin nach dem Konzert direkt in den Flieger, nur diesmal nicht zurück nach Köln sondern nach Brüssel, um journalistische Schulpflichten zu erfüllen. Wer geht schon nach einem Metric-Konzert zum Schlafen nach Hause? ;)

Emily Haines and Metric at Magnet, Berlin

Trotz miesen Sounds ein wunderbares Konzert mit ganz vielen freundlich aufgeregten Bloggern. Dazu wenigstens einen der mitgebrachten Freunde zum Metric-Fan bekehrt. Aber den anderen kriegen wir auch noch, der fand doch tatsächlich die Roger Sisters besser. Aber das kann wirklich nur daran gelegen haben, dass er soweit hinten stand. Und von dort war zu hören, dass wie schon so oft im Magnet, der Sound ziemlich schlecht war. Aber auf mich hört ja keiner, wenn ich hier fordere, dass die das Konzert verlegen sollen.

Als dann der Schweiß auf meinem T-Shirt (zum Glück hat mich niemand in diesem Zustand fotografiert) schon langsam trocken war, noch schnell nach Hause, um zu duschen und frische Sachen anziehen. Vielen Dank übrigens dem netten Taxifahrer, der mir mein Handy zurück brachte, dass ich mit ausgeschaltetem Ton bei ihm Wagen liegen ließ, als ich mich per Kurzstrecke zur Bushaltstelle chauffieren ließ. Was für Zufall, dass er das Brummen des Gerätes irgendwann mal hörte, als er vor einer roten Ampel hielt. Dafür gab’s gleich mal eine Tour von Mitte nach Tegel als Dankeschön.

Der nächste Tag zeigte dann erstmals eine erfreuliche Wirkung von Redbull auf meinen Körper, was mit erlaubte, Brüssel auch noch mit offenen Augen anzuschauen, denn die folgenden Tage brachten einen reinen Terminterror, bei dem zum Sightseeing nun wirklich keine Zeit mehr blieb und zum Bloggen übrigens auch nicht.

BrüsselBrüssel

Und nun irgendwie die British Music Week anständig für die Wirtschaftszeitung verwursten, was dann die nächsten Tage fast täglich mit Konzerten einhergehen wird. Krönender Abschluss am Samstag: die Yeah Yeah Yeahs. Der Mai steht ganz im Zeichen meiner musikalischen Heldinnen. Erst Isobel Campbell, ein Woche später Emily und dann noch die wunderbare Karen O. Superfrauen, was für ein Scheißwort eigentlich, aber mir fällt gerade kein anderes ein.

Isobel Campbell at Magnet, BerlinEmily Haines and Metric at Magnet, Berlin

Achja, METRIC und EMilY: UND WIR WAREN DABEI !!!

Zu Ostern nach London

February 22nd, 2006

Da sollte man vielleicht mal hin. Sieht eigentlich ganz gut aus.

Urlaubsplanung nach Musikgeschmack

February 14th, 2006

Upcoming Scrobbler findet für Musiker aus der last.fm-Playlist Konzerttermine auf Upcoming.org. Feine Sache das. Da kann man demnächst seinen Urlaub danach ausrichten, wo gerade die momentanen Lieblingsbands auftreten.

Und wenn die Rolling Stones wieder mal (?) in Peking spielen, weiß ich das jetzt wenigstens im Voraus und kann mir noch rechzeitig die Tickets besorgen oder so. ;-)

Dank an René von Nerdcore.

Rasender Reporter

February 3rd, 2006

Und so langsam beginnt auch wieder die Konzertsaison und Kinogucken wird vielleicht dann mal wieder nachlassen in den kommenden Wochen, aber noch haben wir ja keinen Frühling.

Zu mindestens der Februar lässt einiges viel Versprechendes in Köln erwarten (Death Cab For Cutie, Arab Strab, We Are Scientists, Clap Your Hands Say Yeah). Da macht es dann gar nichts, wenn ich neulich erst Art Brut verpasst habe.

Eine Stadt irgendwo im Norden soll die Höhle des deutschen (Dienstleistungs)-Klassenkampfes sein. Die werde ich mir mal genauer anschauen, und irgendwann mal berichten, wenn wohl auch nicht hier.

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