Psychocandy

January 25th, 2008

War ja klar, Phil hat mich nur mitgenommen, damit er nicht allein anderthalb Stunden schweigend bei der am trägemachensten Jazz-Musik der Welt warten musste. So lange starrten wir, kaum ein Wort wechselnd, auf die Bühne des Acud bis endlich Psychocandy darauf erschienen. Wenn eine Veranstaltungsreihe schon Sessioncafé heißt, muss man sich ja über nichts mehr wundern.

psychcandy.jpg

Sprachlos war ich dann aber doch wegen dem, was da auf der Bühne passieren sollte. Wegen diesen Italienern aus Perugia. Zum Glück mussten wir ja nicht mehr aufstehen von unseren Barhockern, so wie die anderen 20 Leute im Café ja auch nicht. Wenn wir dazu körperlich überhaupt noch in der Lage gewesen wären. Geistig ja eigentlich schon, aber dann diese einlullende Jazz-Stimmung. Ach nee.

Italienische Zeitungen schrieben wohl irgendwas von (ich kann gar nicht deren Soprano-Sprache; die originale meine ich) „Auf den Spuren von…“ – irgend so einer Band aus irgendwo bei Manchester, die eh keiner kennt (oder besser: seit Kurzem: kennen sollte). Schaut doch selbst bei MySpace! Und hört!

Interessant war noch das menschliche Keyboard. Also nicht die Haltungen der Frau ganz links auf der Bühne. Sondern der Sound, den sie so von sich gab. Oder wie sie ihre Hände um das Mikro hielt. Nein, ich dachte gar nicht … Selbst der Sänger konnte irgendwie ja doch singen, obwohl er eigentlich heiser war. Zweieinhalb Stunden in einem Sessioncafé müssen gar nicht so schlecht sein. Und Schweigen ja sowieso nicht.

ps: Nachdem das Ende der sechskommazweiten Staffel (bei mir kam es ja erst in der ersten Januarwoche an) mich wieder zurück vor den Rechner fesselt, werde ich jetzt in jedem Beitrag hier versuchen, wenigstens einmal das Wort Sopranos auftauchen zu lassen. Naja, vielleicht.

Leave a Reply

Subscribe without commenting