Klerikalfaschismus
September 16th, 2007Eine gute alte ostdeutsche Journalistentradition scheint wieder belebt worden zu sein. Man könnte glatt auf die Idee kommen, dass die Feuilletonredakteure der Berliner Zeitung ihre Meinung manchmal doch wieder zwischen den Zeilen verstecken, als sie direkt und frei zu äußern. Schon klar, dass sich da keiner mehr Sorgen vor irgendwelchen Zensoren machen muss. Aber lustig ist es schon, an einem Tag, an dem sich Kollegen und Politiker über einen leicht entarteten Bischof das Maul zerfleddern, den Kulturteil der Zeitung mit einem Stück über Klerikalfaschismus aufzumachen. Natürlich nicht in Deutschland, sondern im Land eines Maxim Kalaschnikow.